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Kristallisation als Qualitätsmerkmal

veröffentlicht um 19.02.2019, 05:28 von Stefan Mairhofer   [ aktualisiert: 19.02.2019, 05:29 ]

Warum Kristallisiert Honig? Es gibt Mythen die halten sich recht hartnäckig. So wird kristallisierter Honig oft als mangelhaft angesehen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Woher kommt es also, dass mancher Honig kristallisiert und anderer nicht? Neben der Temperatur geht es hier vor allem um die Inhaltsstoffe. Also woraus besteht Honig? Hauptsächlich sammeln die Bienen Nektar. Dieser wird von verschiedenen Blüten aus der Umgebung gesammelt und von den Arbeiterinnen eingedickt. Vielleicht ist schon einmal aufgefallen, dass manche Bienen mit „gelben Höschen“ nach Hause kommen. Diese Arbeiterinnen sammeln Pollen und lagern ihn ebenfalls in den Waben. Dieser mit Pollen versetzte Honig ist für die Bienengesundheit sehr wichtig. Pollen enthält neben Eiweiß viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Nebeneffekt der Pollenkörner ist, dass dieser die Oberfläche vergrößert und so die Kristallisation beschleunigt. Wie kommt es also dass mancher Honig kaum Kristalle bildet? Genau hier sind wir wieder beim Qualitätsmerkmal. Flüssiger Honig wirkt frischer. Weniger Pollen, langsame Kristallisation. Daher wird bei manchem industriellem Honig der Pollen durch einen Feinfilter reduziert. Doch genau dieser macht guten Honig aus: Vitamine und Mineralstoffe. Kristallisation ist also ein unverkennbares Merkmal für die Naturbelassenheit von Honig.

Pollensammlerin

Imkerei Mairhofer

Ebbs

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