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Waldhonig: Ein lausiges Frühjahr bringt einen verlausten Sommer!

veröffentlicht um 28.06.2019, 02:55 von Stefan Mairhofer   [ aktualisiert: 28.06.2019, 03:30 ]

Imkerweisheiten gibt es genug. Doch diesmal trifft es zu wie keine andere! Der Mai war heuer sehr kalt und nass. Die späten Wintereinbrüche haben die Natur stark gebremst. Sammelflüge unmöglich. Kein Flugwetter, kein Nektar. Mit den ersten wärmeren Tagen wurden von den Bauern die Felder gemäht. Mit einem Wort: Nektarmangel. Nicht nur unsere Bienen haben Futtermangel erlitten. Quer durch Tirol mussten Notfütterungen durchgeführt werden um die Völker vor dem Verhungern zu bewahren. Wir fühlen uns bestätigt, doch ein paar Futterwaben aus dem Vorjahr aufgehoben zu haben.

Honigtaubildner: Bildquelle WikipediaFotoquelle: Wikipedia

Des einen Leid, des anderen Freud. Das lausige Frühjahrswetter brachte besondere Bedingungen für die Honigtaubildner, die Blatt- und Rindenläuse. Der späte Wintereinbruch hat die Triebausbildung der Bäume verzögert und damit auch die Vermehrungsperiode für die Honigtaubildner verlängert. Gepaart mit dem herrlich, warmen Sommerwetter sind das ideale Bedingungen um Waldhonig zu ernten. Unsere Damen sind dabei sehr fleißig. Mit den ersten Sonnenstrahlen knapp vor 6 Uhr beginnt der Arbeitstag. Honigtau wird gesammelt bis spät in den Abend. Der Honigraum füllt sich schnell. Wir als Imker sind erleichtert, nach dem lausigen Frühjahr doch noch den Duft von leckerem Honig zu genießen und freuen uns schon auf die kommende Ernte.


Imkerei Mairhofer

Beitrag im ORF:
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